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Stand vom:        10.04.2008

Rattenecke

 

Jetzt wenden wir uns mal dem Auslauf zu. Auslauf ist für unsere Rattzen sehr wichtig, denn dort können sie sich so richtig austoben (na ja, die einen mehr, die anderen weniger).

Die Nasen freuen sich immer sehr, wenn sie dem "langweiligen" Käfig entkommen können, um ordentlich einen draufzumachen. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die beachtet werden sollten, damit es allen Beteiligten auch Freude macht.

Ratten sollten am Tag mindestens 1 Stunde Auslauf bekommen, je länger umso besser. Am günstigsten ist es in den Morgen- oder Abendstunden, wo sie ja sowieso aktiv sind. Es ist auch wichtig, sogar lebenswichtig für die Ratten, dass Ihr alle stromführenden Kabel aus der Zahnreichweite entfernt. Wir wollen doch nicht, dass die Kleinen einen Stromschlag bekommen. Ein guter Tipp sind Kabelschächte, in denen man prima die Kabel verlegen kann, die sich nicht ohne weiteres entfernen lassen.

Fenster und Balkontüren sollten während des Freilaufs zu bleiben. So verhindern wir, dass sich die Nasen einklemmen und schwer verletzen. Bei geöffneten Balkontüren oder Fenstern besteht außerdem die Gefahr, daß sie sich durch die Zugluft erkälten. Ebenso ist es wichtig, dass Ihr Eure Rattzen auf keinen Fall mit nach draußen nehmen solltet, da die Gefahr einer Erkältung dort auch sehr hoch ist, oder die Ratten auf ein plötzliches lautes Geräusch panisch reagieren und weglaufen. Ratten sind neophob. Das bedeutet, sie haben Angst vor Neuem. Sie sind extrem revierbezogen und Ihr würdet ihnen damit nichts Gutes tun. Das wäre nur purer Streß für die kleinen Nasen.

Zigaretten und Aschenbecher auch ausserhalb der Reichweite stellen, da diese ja noch nicht mal für uns Menschen gesund sind und bei Ratten tödlich sein können. Da auch die Mehrzahl der Zimmerpflanzen tödlich für Ratten ist, sollten diese ebenfalls entfernt werden. Ecken oder Räume, in denen sie ihre neugierigen Nasen nicht stecken sollen, könnt Ihr mit Kartons oder Brettern versperren. Wichtig ist nur, dass sie mindestens 80cm hoch sind. Es gibt aber auch immer einige Rattzen, die das nicht die Bohne interessiert, denn es wurden einige Ratten beobachtet, die locker bis zu 1m gesprungen sind.

Schaut Euch in dem Raum, wo der Freilauf stattfinden soll, genau um, ob es dort irgendwelche Ritzen oder Löcher gibt. Die Rattzen werden (getrieben von ihrer Neugier) bestimmt versuchen, da rein zu kommen. Eine Ratte hat sich manchmal schneller irgendwo reingequetscht, wie Ihr gucken könnt. Vergesst nicht: Wo der Kopf durchpasst, passt auch das Hinterteil durch (mag es noch so breit sein). Außerdem sollte man sie, genau wie kleine Kinder, nie ganz aus den Augen verlieren. Ihr glaubt ja gar nicht, mit welcher Geschwindigkeit sie Eure Tapete zerschreddern, oder sich in Euren Polstermöbeln Höhlen nagen können. Sie sind fantasievolle Innenarchitekten, wenn man sie läßt.

Den Auslauf kann man, genau wie den Käfig, abwechslungsreich gestalten. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann ihnen einen Katzenkratzbaum hinstellen, Kartons mit Löchern, Toilettenpapier- oder Haushaltstücherrollen oder eine Buddelkiste mit Blumenerde. Desweiteren solltet Ihr versuchen, dass Eure Ratten zu Euch gelaufen kommen, wenn sie ein bestimmtes Geräusch hören (z.B. wenn Ihr mit einer Dropspackung schüttelt). Das ist ganz sinnvoll, falls Euch mal eine entwischen sollte, oder Ihr sie ohne große Probleme wieder in den Käfig zurückbringen wollt.

Das soll es jetzt erstmal zum Thema Auslauf gewesen sein. Wenn Ihr Euch immer gründlich in dem Auslaufzimmer umseht (um Gefahrenquellen auszuschließen) und mit vielen Ideen den Auslauf gestaltet, wird es sicher für Euch und Eure Kleinen die schönste Zeit des Tages werden.

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