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Stand vom: 09.01.2017

Was fressen Ratten?



Das Grundfutter sollte ein Körnerfutter möglichst ohne Presspellets sein, da die Ratten sie meistens verschmähen.

Das Futter kann man beliebig mit Haferflocken, ungesüßten Frucht- oder Nussmüsli und/oder ungesüßte Cornflakes mischen. Wer sich diese Arbeit nicht machen möchte, kann auf die fertigen Rattenfuttermischungen verschiedener Hersteller zurückgreifen. Bei uns bewährt hat sich Vilmie, das es bei Zooplus zu kaufen gibt (siehe Banner oben). Es ist sehr ausgewogen und beinhaltet alles, was Ratte braucht.

Wenn Du allerdings lieber eine eigene Futtermischung ausprobieren möchtest, empfehlen wir Dir folgende Zusammenstellung. Wir möchten Serena-t ganz herzlich danken, daß wir ihr "Rezept" auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen.

Serenas Rattenfutter

7% Buchweizen
15% Dinkel
6% Hafer
5% Hanfsamen
4% Ganze Maiskörner
3% Mohnsamen
11% Reis
15% Roggenflocken
5% Rosinen
5% Sesam
5% Sojaschrot
4% Sonnenblumenkerne
15% Weizenflocken

Diese Futtermischung enthält kein tierisches Eiweiß und muß daher extra zugefüttert werden in Form von 1/2 Ei pro Woche und Ratte und ein Stückchen Käse pro Woche und Ratte.
Des weiteren ist bei dieser Mischung darauf zu achten, das täglich Frischfutter angeboten wird, da eine reine Körnermischung ohne irgendwelche Zusätze wie in Fertigfuttersorten die Vitamine nicht ausreichend abdecken kann.


Aber nicht vergessen: Ratten sind Feinschmecker! Man sollte ein wenig ausprobieren. Außerdem sollte täglich zum Grundfutter frisches, abgewaschenes Obst und Gemüse angeboten werden. Selbstverständlich alles stückchenweise und in Maßen (vor allem Mais; er ist ein Dickmacher). Es können fast alle Sorten angeboten werden, außer Zitrusfrüchte (Säure kann Harnstein fördern) und von Avocados ist komplett abzuraten, denn einige können für Ratten tödlich sein. Des weiteren Hülsenfrüchte (Schale kann sich in der Kehle festsetzen und die Ratte ersticken).

Da Ratten gerne nagen, kann man ihnen hartes Brot, Katzentrockenfutter oder harte Hundekekse anbieten. Allerdings bitte darauf achten, daß die Trockenfuttersorten Taurinfrei sind. Gerne werden auch Äste von ungespritzten Obst- oder Nußbäumen genommen.

Ratten weigern sich auch niemals, etwas Süßes anzunehmen. Dazu werden viele Produkte im Handel angeboten. Immer wieder gerne werden Joghurtdrops verputzt, aber bitte diese nur in Maßen verfüttern, da sie viel Zucker enthalten. Nagerpasten sind auch sehr beliebt und werden auch gerne für die Gabe von Medikamenten genommen. Diese sind ebenfalls Dickmacher, können aber bei kranken oder alten Ratten zum Aufpäppeln benutzt werden.

Natürlich gibt es jeden Tag frisches Trinkwasser, das in Schalen oder Nippeltränken dargereicht wird. Hin und wieder kann man auch Quark, gekochtes Ei, Joghurt oder milden Käse anbieten. Damit wird auch ein gewisser Anteil an tierischem Eiweiß zugeführt, den die Ratte benötigt, der allerdings in einigen Rattenfuttersorten von Hause aus enthalten ist. Mehlwürmer, Fleisch und Geflügel kann man geben, muss man aber nicht.

Vorsicht bitte: Ein Überschuss an Eiweiß kann zu Überreaktionen mit Juckreiz führen. Es steht außerdem im Verdacht, die Tumorbildung zu begünstigen.

Gemüsesäfte (verdünnt) und Babybrei sind hin und wieder auch eine nette Abwechslung. Bitte keine gewürzten oder gesalzenen Speisen und auch keine Milch, da sie zu Durchfall führen kann.

Einen genaueren Überblick, welche Obst- und Gemüsesorten Du verfüttern kannst, findest Du in unserer Rubrik Speiseplan.

Salzlecksteine sind bei der Rattenhaltung komplett überflüssig und können bei übermäßiger Nutzung sogar für die Ratte gefährlich werden, da es zu einer Natriumchloridüberversorgung führen kann und Nierenprobleme zur Folge hätte.
Kalksteine können hin und wieder angeboten werden, ist aber kein Muß bei der Rattenhaltung. Zu häufiger Verzehr kann die Harnsteinbildung und Organverkalkung begünstigen.
Bei angemessener Ernährung der Ratten mit dem entsprechenden Futter, kann auf Salzlecksteine und auch Kalksteine verzichtet werden. Ebenso kann auf zusätzliche Vitaminbeigabe verzichtet werden, da ebenfalls alle relevanten Vitamine über die ausgewogene Rattennahrung (Hauptfutter + Frischfutter) zugeführt werden. Im Krankheitsfall ist nach Absprache mit dem Tierarzt eine zusätzliche Vitaminversorgung natürlich möglich und sinnvoll. Doch bitte auch erst dann.


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