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Stand vom:
10.04.2008
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Man darf auf gar keinen Fall 2 fremde Ratten einfach so in einen Käfig "stopfen".
Es sei denn, Ihr habt es mit Jungtieren zu tun, die noch kein Revierverhalten entwickelt haben. Junge Ratten bekommen Revierverhalten erst ab einem
Alter von 12 Wochen. Danach müßt Ihr unbedingt eine Integration durchführen, ansonsten kann es zu Revierkämpfen kommen, die blutig und im schlimmsten
Fall tödlich enden können. Selbst wenn Ihr jetzt denkt, dass man 2 Geschwister, die sich ein paar Wochen nicht gesehen haben, einfach so zusammensetzen
kann, ist das falsch. In beiden Fällen muß eine Integration durchgeführt werden, die ein wenig Zeit in Anspruch nimmt, da auch hier die Ratten das Tempo
bestimmen. Ihr könnt als erstes die Käfige nebeneinander stellen (einige meinen zwar, dass sich dadurch die Aggressivität steigert, was uns persönlich nicht
aufgefallen ist), damit sie den Geruch der anderen Ratte/n aufnehmen und sich daran gewöhnen können. Man sollte auch das Nistmaterial der Käfige untereinander
austauschen. Wenn sich die Ratten nach einigen Tagen/Wochen nicht mehr über den fremden Geruch aufregen, könnt Ihr es wagen, auf neutralem Boden einen gemeinsamen
kurzen Auslauf durchzuführen. Sehr sinnvoll wäre es, wenn Ihr dabei eine Spritze mit Wasser (ohne Nadel) oder Blumenspritze bei Euch habt. Denn wenn es zu heftig
werden sollte, müßt Ihr die Parteien sofort trennen (zuerst mit einigen Spritzern Wasser und wenn alles nichts nützt, mit der Hand. Deshalb empfehlen wir Euch feste
Handschuhe) und erstmal mit Nistmaterialaustausch fortfahren. Einige Zeit später könnt Ihr es wieder mit einem Auslauf versuchen.
Aufgestellte Haare und Fauchen sind normal. Auch das Umdrehen auf den Rücken, dabei wird die Rangordnung festgelegt. Aber nochmal: Passt dabei bitte immer genau auf,
dass kein Blut fließt. Und denkt daran: Immer gut im Auge behalten, denn Ratten können schnell sein, vor allem mit ihren Zähnen. Sollte es, irgendwann mal, alles unblutig
und einigermassen friedlich über die Bühne gegangen sein, steigert die Länge des gemeinsamen Auslaufs. Wenn alles im Auslauf ruhig sein sollte und seinen normalen Gang gegangen
ist, kann man die Ratten in einen sauberen und umdekorierten Käfig setzen. Die neue Ratte zuerst, damit sie sich Fluchtmöglichkeiten suchen kann. Bitte bleibt auch hier einige
Zeit am Käfig und beobachtet die Situation. Sollte eine Integration nicht sauber abgeschlossen sein, kann es sogar nach Monaten wieder zu blutigen Kämpfen
kommen. Integrationen können sich leider über Monate hinziehen, deshalb habt bitte Geduld. Und verschweigen möchten wir auch nicht, dass es immer wieder Ratten gibt, die nicht
integrierbar sind. Wir hatten selber hier so ein Prachtstück sitzen, der nur seinen Bruder in seiner Nähe duldete. Solltet Ihr allerdings einen einzelnen Rattz
bei Euch sitzen haben, der sich wegen seiner Aggressivität nicht zu Eurem Rudel integrieren läßt, auch wenn Ihr es natürlich öfter versucht habt, bleibt als
letzter Schritt bei den Böcken noch die Kastration, auch wenn wir keine Freunde dieses operativen Eingriffs sind. Man muß, wie bei jeder OP, mit Risiken rechnen. Im
schlimmsten Fall mit dem Tod der Ratte.
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