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Stand vom:
10.04.2008
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Als erstes sollte man sich im Klaren sein, wo der Käfig stehen soll. Am
besten in einer erhöhten Position (Schrank, Kommode oder ähnliches), da die Ratten uns sonst als Gefahr einstufen. Der Standort
sollte auch hell genug sein, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Nicht in der Nähe von Fenstern (Zugluftgefahr) oder
vor einer Heizung, weil sonst die Luftfeuchtigkeit zu gering ist (optimal = 60%). Ein erhöhter Standort hat auch den Vorteil, dass
unsere Schützlinge uns beobachten können. Die im Handel angebotenen Käfige entsprechen meist nicht den Maßen, die für die Haltung
benötigt werden. Der Verein der Rattenliebhaber und -halter in Deutschland e.V. legt eine Käfiggröße von 220 Litern (1 Liter = 10x10x10 cm)
fest. Das entspricht ca. den Maßen 70cm (Länge) x 40cm (Tiefe) x 80cm (Höhe). Diese Größe sollte für 2-4 Tiere nicht unterschritten
werden. Pro weitere Ratte sollte der Käfig ca. 50 Liter größer sein. Eine Käfighöhe von 80cm sollte nicht unterschritten werden, da Ratten
bevorzugt in die Höhe klettern. Aber als Grundsatz gilt natürlich, wie bei allen anderen Tierarten, je größer je besser. Der Abstand der
Gitterstäbe sollte 1-1,5 cm betragen, denn wo der Rattenkopf durchkommt, kommt auch der Rest der Ratte hinterher. Außerdem sollte darauf
geachtet werden, dass genügend große Türen vorhanden sind. Sie vereinfachen das Reinigen und den Umgang mit Euren neuen Freunden, was
gerade in der Anfangszeit sehr wichtig ist. Als Etagen haben sich bei uns beschichtete Spanplatten bewährt, die es in jedem Baumarkt
zu kaufen gibt. Man kann sie sich auch gleich auf die richtige Größe zuschneiden lassen. Die Beschichtung ist wichtig, damit der Rattenurin
nicht ins Holz eindringen kann und es später nicht anfängt zu müffeln. Sie lassen sich auch prima säubern. Alternativ kann man Bretter auch mit sogenanntem "Sabberlack"
lackieren. Dies sollte allerdings in mehreren Schichten erfolgen. "Sabberlack" ist die Sorte Lack, die auch für Kinder unbedenklich
ist. Fragt einfach in Eurem Baumarkt nach. Die Abstände zwischen den Etagen sollten so groß sein, dass eine ausgewachsene Ratte sich
aufrecht hinstellen kann. Als Einrichtung des Käfigs sind Hängematten bei den Tieren sehr beliebt, die man entweder im Handel kaufen
kann (teuer), oder aus kleinen Handtüchern und Stoffresten (dürfen nicht ausfransen) selber machen kann. Wir bevorzugen die
Stoff-Einkaufstaschen, die an den Nähten aufgeschnitten werden können und dann mit Karabinerhaken am Käfig befestigt werden. So könnt
Ihr aus einer Tasche 2 Hängematten zaubern. Bitte keine spitzen Gegenstände wie z.B. Sicherheitsnadeln verwenden. Hängematten können auch
sehr gut unter Etagen angebracht werden, da sie den Ratten als Schutz dienen können, wenn diese einmal beim Schlafen/Spielen
von der Etage purzeln. Die Schlafhäuser (ob nun aus Plastik oder Holz) sollten immer in den obersten Etagen stehen, da unsere Ratten
am liebsten auf erhöhten Plätzen schlafen. Was die weitere Einrichtung betrifft, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es
sollte darauf geachtet werden, dass genügend Kletter- und Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Ein Baumarktbesuch kann einem auch zahlreiche
Ideen liefern, z.B. Drainagerohre um Höhenunterschiede zu überbrücken und noch einige Sachen mehr. Immer darauf achten, dass genügend Raum
zum Spielen bleibt. Zur Polsterung der Schlafplätze kann man Toilettenpapier, Küchenpapier, Zeitungspapier oder auch Stoffreste nehmen.
KEINE Hamsterwatte, da diese sich an den Gliedmassen verfangen kann und diese abschnürt. Die nachfolgenden Utensilien sollten auf gar keinen
Fall in Eurem Käfig zu finden sein: Laufräder (egal welche Größe des Rades; Rückenschäden sind vorprogrammiert, auch Verletzungen durch eingeklemmte
oder abgerissene Füsse und Schwänze), fertige Röhrensysteme (zu steiler Winkel dadurch Verletzungsgefahr; schlecht sauberzuhalten; schlecht belüftet),
Hamsterkugeln (Verletzungsgefahr; schlechte Sauerstoffversorgung; sehr großer Stress für das Tier; die Tierärztliche Vereinigung für den Tierschutz
betitelt diese Kugeln als Tierquälerei) und Hamsterwatte (siehe oben). Wenden wir uns jetzt einmal dem Thema Einstreu zu. Es gibt viele
unterschiedliche Sorten für den Boden des Käfigs. Da wären z.B. Hanfstreu, Maisstreu, Zeitungsschnipsel, die wir gerne verwenden. Aber
probiert es am besten selber aus, welche Einstreusorte Euch gefällt. Das nehmen wir NICHT: Kleintierstreu (durch den Staub reagieren viele Ratten
mit Niesen, auch Atemwegsprobleme sind möglich), Stroh und Heu (sie pieksen und die Gefahr ist groß, dass man sich Milben ins Haus holt) und klumpendes
Katzenstreu (es quillt im Magen auf und das kann tödlich enden). Man kann auch versuchen, die Ratten an Toiletten zu gewöhnen. Als Toiletten
benutzt man am besten große Plastik-Nagertoiletten, die man mit Katzenstreu (nicht klumpend) oder Chinchillasand füllen kann. Bitte keinen
Vogelsand, da in ihm Muschelgrit enthalten ist. Um die Ratten an die Toilette zu gewöhnen, sollte man die erste Zeit die Köttel einsammeln und in die Toilette
tun. Meistens werden die Ratten diese Ecke weiter benutzen, aber wahrscheinlich nicht alle. Denn unsere Tiere sind nun mal alle vom Charakter unterschiedlich.
Gegen das Urinieren wo sie auch gehen und stehen, kann man nichts tun. Es handelt sich hierbei um ihr normales Markierverhalten.
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© Rattenecke, die Rattenseite rund um die Farbratte
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