Hier wollen wir ein
Kapitel des menschlichen "Einfallsreichtums" behandeln, das zeigen soll, wie man
Lebewesen nach seinen "Schönheitsvorstellungen" verändern kann.
"Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein
Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den
Tieren schuldig." (Arthur Schopenhauer, 1788-1860, deutscher Philosoph)
"Es werden mehrere Jahrtausende von Liebe nötig sein, um den Tieren ihr
durch uns zugefügtes Leid heimzuzahlen.“ (Arthur
Schopenhauer, 1788-1860, deutscher Philosoph)
Auch hier haben wir uns entschlossen, keine Bilder
einzustellen, da wir niemanden animieren möchte, diese Arten zu züchten oder zu
suchen.
Dumbo-Ratten
Die Dumbo-Ratten wurden das erste Mal ca. 1991 in der
Öffentlichkeit gezeigt. Sie sind geprägt durch möglichst dicke, große und runde
Ohren, die seitlich vom Kopf abstehen. Durch diese Mißbildung ist der Kopf
abgeplattet und breiter. Es führt zu eingeschränktem Gehör bis hin zur Taubheit.
Außerdem haben Dumbo-Ratten einen kürzeren Körper und leiden an
Skelettverformungen. Momentan wird wissenschaftlich untersucht, ob die oben genannten Behinderungen tatsächlich der Wahrheit
entsprechen. Solange nicht wissenschaftlich bewiesen wurde, das Dumbos keine gesundheitlichen Nachteile haben, werden wir
Dumboratten auch weiterhin zu den Qualzuchten zählen.
Schwanzlose Ratten
Ratten ohne Schwanz, bekannt auch als "Manx" oder "Bobtail",
tauchten erstmals in den USA ca. 1942 auf. Diese Ratten haben oft bei einem Wurf
Skelettmißbildungen und koordinationsgestörte Tiere. Schwanzlose Rattenweibchen
haben meist erhebliche Probleme ihre Jungen auf die Welt zu bringen. Durch den
fehlenden Schwanz haben diese Ratten auch Probleme beim Klettern und bei der
Temperaturausgleichung ihres Körpers.
Nacktratten
Die Nacktratte "Sphynx" wurde im Labor gezüchtet. Dabei
wurde darauf geachtet, dass sämtliche Behaarung des Tieres fehlt. Durch ihre
Nacktheit sind sie sehr empfindlich gegenüber Zugluft sowie Sonneneinstrahlung.
Der Körper ist kleiner als bei einer normalen Ratte und die Ohren größer. Die
Haut ist dünn und hat einen rosanen Schimmer. Auch hier gibt es Probleme bei der
Aufzucht der Jungen.
Patchwork-Ratten
Die Patchwork-Ratte ist wohl eine der am schärfsten zu
verurteilenden Qualzuchten. Die Ratten sind sehr wenig behaart und das Fell
fällt ihnen von Zeit zu Zeit komplett aus. Die einzelnen Haare sind kurz und
grob und brechen leicht. Die Mißbildungsrate bei Würfen ist extrem hoch.
Rex-Ratten
Dies ist eine Rattenart, bei der sich die Körperbehaarung
kräuselt. Es sind alle Haare des Körpers davon betroffen. Durch das Kräuseln der
Tasthaare an der Schnauze (Vibrissen), sind sie stark in ihrer Orientierung
eingeschränkt. In Extremfällen kann es durch das Haar zu chronischen
Augenentzündungen kommen, da es sich dort hineindreht. Durch das gekräuselte
Haar sind sie auch nicht mehr gegen Zugluft und Nässe geschützt.
Teddy-Rex-Ratten
Bei dieser Rattenart tritt die Wellung des Fells meist bei
Jungtieren auf. Bei alten Tieren ist die Kräuselung stärker auf dem Rücken, als
am Bauch. Hier ist ein anderes Gen für die Wellung des Fells verantwortlich, als
bei der Rex-Ratte. Das Fell ist gleichmäßig und dicht. Allerdings sind auch bei
dieser Art die Tasthaare gekräuselt (siehe Rex) und sie haben ebenfalls Probleme
mit zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen.
Double-Rex-Ratten
Das Fell dieser Ratte ist noch stärker gekräuselt, als bei
den anderen Rex-Arten, was zu noch größeren Problemen bei chronischen
Krankheiten und Temperaturausgleich führt. Die Fellstruktur ist auch feiner und
kürzer als bei den anderen Rex-Arten.
Velours-Ratten
Die Rattenart hat das kürzeste Fell und das am stärksten
gekräuselste. Es schlägt sich auch ebenfalls auf die Tasthaare nieder. Ich
glaube, Ihr könnt Euch denken, dass diese Tiere die gleichen körperlichen
Probleme haben, wie die anderen.
Fatrat
Diese Rattenart wird in Amerika gezüchtet und soll angeblich ein Fett-Zucker-Gen haben,
dass diese Körpermasse hervorruft! Sie können sich kaum bewegen und sterben relativ früh. Diese können bis
zu 2,5 Pound (1Pound=0,453kg) also ca. 1,132kg wiegen.
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© Rattenecke, die Rattenseite rund um die Farbratte
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